Dr. Peter Hopp Praxis für Urologie am Klinikum Gifhorn
Dr. Peter HoppPraxis für Urologie am Klinikum Gifhorn 

Was ist Coaching

Coaching ist ein Beratungsformat und unterscheidet sich von anderen Formaten wie der Mediation, Mentoring, Supervision und der klassischen Beratung. Letztere ist die dominierende Beratungsform in Arztpraxen, die zwischen Arzt und Patient üblich ist. Beim Coaching ist es so, dass der Coach nicht wie bei der klassischen Beratung eine Lösung für ein Problem anbietet, sondern dem Klienten unterstützt, seinen eigenen Lösungsweg zu gehen und die für ihn ganz individuell passenden Lösungen zu finden.

Coaching wird in vielen Bereichen des Lebens angeboten. In klassischer Weise geht es beim Coaching um das Berufsleben und seine Herausforderungen. Es dient Klienten, die ihre beruflichen Situation und berufsspezifischen Herausforderungen reflektieren wollen, was besser mit einem geschulten Berater funktioniert als mit Arbeitskollegen oder Freunden. Dabei kann es u.a. um schwierige Entscheidungen, Karriere, Konflikte mit anderen Personen oder dem Team, Stressresistenz, Belastbarkeit, Spitzenleistungen, Umgang mit Erfolgen, Misserfolgen und Enttäuschungen gehen. Beim Management-Coaching geht es u.a. um die Führungskräfteentwicklung, Entwicklung von Führungskompetenzen und Motivationssteigerung von Mitarbeitern und Führungsstil.

Personal oder Life-Coaching dient der Bearbeitung von verschiedensten Konflikten im Privatleben, Reflexion der Lebenssituation, Klärung von Sinnfragen, Familie, Spiritualität und vielem mehr.

Coaching wird auch im Leistungssport angewendet zur Wettkampfvorbereitung, Motivationssteigerung, Reflexion der Kommunikation von Spielern und Trainer, Konflikte im Team, zur Steuerung von Emotionen u.s.w. Coaching im medizinischen Bereich (Gesundheitscoaching) ist ein relativ neuer Ansatz. Ziel sind vor allem die Steigerung der Eigenverantwortlichkeit und Selbstwirksamkeitserfahrung mit nachhaltiger, eigenständiger Verbesserung der bio-psycho-sozialen Gesundheit.

 

 

Gesundheits-Coaching - warum und wozu?

Ich interessiere mich sehr für Psychologie, Kommunikation und philosophische Fragen. Außer meinem Beruf als Arzt habe ich noch nach anderen Wegen gesucht, Menschen zu mehr Wohlbefinden und Zufriedenheit zu verhelfen. Mit gut gemeinten Ratschlägen kommt man hier oft nicht weiter. Coaching ist jedoch dafür eine wunderbar geeignete Form der Beratung, die Menschen unterstützt, ihre eigene Lösungsstrategien zu entwickeln statt Lösungsvorschläge zu präsentieren, die oft nicht passen, sobald es um komplexe Probleme geht. Menschen sind eher geneigt, ihren eigenen Lösungsweg zu gehen, als einen vorgefertigten. Coaching lässt sich wunderbar im medizinischen Bereich einsetzen. Ich sehe darin eine sehr gute Ergänzung zu meiner ärztlichen Tätigkeit, die Patienten zu Gute kommt und mir auch noch Spass macht.

 

Im Bereich der Medizin interessiert mich neben meinem Spezialgebiet als Urologe, ganz besonders die Präventivmedizin und die Ganzheitsmedizin. Ich bin ein Befürworter des bio-psycho-sozialen Modells zur Entstehung von Gesundheit und Krankheit. Das Prinzip der Salutogenese finde ich dabei sehr anregend und spannend. Dazu muss man wissen, dass das heutige Gesundheitssystem sich fast ausnahmslos am Prinzip der Pathogenese und Pathologie orientiert. Damit ist die Behandlung und Vermeidung von Krankheiten und deren Entstehung gemeint. Fast alle im Gesundheitssystem arbeitenden Menschen orientieren sich daran, sowohl sog. Schulmediziner wie auch Naturheilärzte, Homoöpathen und Heilpraktiker. Wenn es mit der Pathogenese ein Konstrukt von Krankheit gibt, dann muss es auch eines von Gesundheit geben. Damit beschäftigt sich die Wissenschaft der Salutogenese. Sie geht der Frage nach: Wie entsteht Gesundheit. Dies hat zunächst nichts damit zu tun, wie sich Krankheiten verhindern lassen. Die Salutogenese ist quasi der Gegenpol zur Pathogenese. Ihr Begründer ist Aaron Antonovsky. Er sieht Gesundheit nicht als einen zu erreichenden Zustand, sondern als ein dynamisches prozesshaftes Geschehen, das jeder Mensch immer wieder neu gestalten muss. Dabei verhält sich Gesundheit eher wie ein flüchtiges Gas.

 

Pathogenese und Salutogenese verhalten sich komplementär zu einander. Sie ergänzen sich. Die heutige vorwiegend pathogenetisch orientierte Medizin ist in vielen Bereichen unbestritten sehr erfolgreich. Es ist jedoch verwunderlich, dass die Anzahl chronischer Erkrankungen nicht sinkt, sondern eher zu nimmt, was natürlich auch durch die demographische Entwicklung bedingt ist, aber auch durch mangelhafte Selbstverantwortlichkeit, fehlenden Wissen um die eigene Gesundheit, Gefühl der Machtlosigkeit oder fehlendes Gefühl der Selbstwirksamkeit, mangelhafte Körperwahrnehmung, schlechter Zugang zu eigenen Gefühlen und vielem mehr. Menschen werden immer dicker. Es gibt von Jahr zu Jahr mehr Diabetiker. Immer mehr Menschen gehen wegen psychischer Störungen früher in Rente. Viele Krankheiten sind vermeidbar bzw. sind hausgemacht. Viele Menschen könnten selbst sehr viel dazu beitragen, wieder gesund zu werden und zu bleiben. Dies hat nicht nur mit guter Medizin zu tun, sondern vor allem mit Lebensstil, Haltung, gesundem Menschenverstand, eigenen Werten und Lebenssinn. Im Hinblick auf die demographische Entwicklung, Pflegenotstand, Ärztemangel, ökonomische Zwänge und die drohende Unterversorgung im Gesundheitswesen scheint ein Richtungswechsel in der Medizin zwingend notwendig zu sein.

 

Ich nutze und verbinde die Prinzipien des Coachings mit Erkenntnisse aus der Präventionsmedizin, Ganzheitsmedizin und Salutogenese für ein fundiertes und nachhaltiges Gesundheitscoaching.

Neben meinen Fortbildungen zum Coaching habe ich mich in den Bereichen Hypnose, Hypnotherapie, Sport- und Ernährungsmedizin weitergebildet.

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