Sterilisation des Mannes (Vasektomie)

Sie sind sich darüber im Klaren, dass Sie keine Kinder mehr haben wollen. Sie hadern aber noch mit der Entscheidung sich sterilisieren lassen zu wollen? Das kann ich gut verstehen. Den meisten Männern geht es genauso wie Ihnen. Keiner legt sich gleich auf den OP-Tisch.

 

Manche Männer haben Angst vor dem Eingriff, vor der Betäubungsspritze, vor dem Eingriff selbst, vor möglichen Komplikationen und Nachwirkungen. Andere sorgen sich wegen der Endgültigkeit, keine Kinder mehr zeugen zu können. Manche befürchten, dass darunter die Potenz leiden könnte oder der Samenerguss nicht mehr vorhanden ist.

Um Sie eventuell schon beruhigen zu können: Die Injektion zur Betäubung wird meistens nur als kleiner Piecks oder auch garnicht wahrgenommen. Die meisten Männer haben nach dem Eingriff leichte Hoden- und Leistenbeschwerden für etwa eine Woche, die mit Ibuprofen 400 gut zu beseitigen sind.

 

Ernste Komplikationen wie große behandlungsbedürftige Nachblutungen sind extrem selten, langanhaltende Schmerzen ebenso. Das langanhaltende sog. Postvasektomie-Syndrom, welches im Internet beschrieben wird (wochenlange chronische Schmerzen), haben ich noch nie beobachtet. Die Sexualität leidet nicht darunter, die Potenz bleibt erhalten.

 

Es gibt keine hormonellen Störungen und auch der Samenerguss bleibt unverändert. Prostatakrebs wird ebenso nicht begünstigt, wie vor vielen Jahren mal vermutet wurde. Dies wurde mehrfach widerlegt.

 

Mann muss wissen, dass der Eingriff von bei vier bis fünf Männern von 1000 leider nicht erfolgreich ist. Die Samenleiter können durch Entzündungen löchrig werden, und Samenfäden können sich dann durch das Gewebe ihren Weg bahnen.Es werden dann in den Samenproben weiterhin lebende oder erneut lebende Spermien festgestellt. Daher sind Samenkontrollen nach dem Eingriff erforderlich. Stellen wir dies innerhalb der ersten 6 Monate fest, biete wir Ihnen an, den Eingriff nochmal zu machen ohne erneut bezahlen zu müssen.

Machen Sie einen Termin für das Informationsgespräch.


 

Ablauf der Vaseketomie / Sterilisation

 

Der Eingriff erfolgt ambulant in der Praxis in Lokalanästhesie (lokale Betäubung). Das Areal um die Samenleiter im Hodensack wird durch eine kleine Injektion betäubt. Dies wird von den meisten Patienten nur als kleiner Stich wahr genommen. Der Eingriff ist dann schmerzfrei. Manche Patienten möchten vor dem Eingriff zur Beruhigung ein Sedativum haben. Es ist aber nicht notwendig. Sie können das selbst entscheiden. Für diesen Fall müssen Sie sich dann nach dem Eingiff abholen lassen. Während des Eingriffs lenke ich die Patienten durch Unterhaltung ab. Dabei ergeben sich oft interssante oder auch nur lustige Gespräche. Nach einer halben Stunde ist alles vorbei.

 

Der Eingriff

erfolgt so, dass über den jeweils zu tastenden Samenleiter ein Schnitt von ca. 1 cm Länge gemacht wird. Dann wird die Wunde eröffnet und der Samenleiter angeklemmt. Er fühlt sich etwa wie ein Mauskabel an. Sie können ihn selber ertasten. Anschließend wird der Samenleiter aus seinen umgebenden Hüllen befreit wie das Isoliermaterial eines Kabels. Dann wird der Samenleiter jeweils durchtrennt, umgeschlagen und vernäht. Dabei wird ein Teilstück des Samenleiters entfernt und umliegendes Hüllenmaterial zwischen die abgebundenen Samenleiterstümpfe gebracht. Auf diese Weise soll eine Wiedervereinigung der Samenleiter verhindert werden.

 

Nach der Operation

Für den Rest des Tages sollten Sie sich körperlich schonen. Keinen Sport treiben und keine körperlichen Arbeiten vollrichten. Am zweiten Tag nach dem Eingriff können Sie wieder duschen. Mit dem Geschlechtsverkehr sollten Sie eine Woche lang warten. Die meisten Patienten wünschen Die Durchführung des Eingriffs am Donnerstag oder Freitag. Am Montag sind die meisten Patienten wieder arbeitsfähig. Eine Krankschreibung darf für den Eingriff nicht ausgestellt werden. Sie ist nur bei Auftreten von Komplikationen oder unerwartet starken Beschwerden zulässig.

 


Was kann passieren - übliche Erscheinungen und Komplikationen

 

Übliche Erscheinungen

sind keine Komplikationen, sie treten mehr oder minder bei jedem Patienten auf und klingen in wenigen Tagen von selbst ab. Dazu gehören:

- Schwellung des Hodensacks
- Mäßige Beschwerden im Hodensack und Leisten von etwa 7 bis 10 Tagen Dauer
- Leichte Schmerzen bei ruckartigen Bwegungen
- Blauverfärbung der Haut
- Rötung der Wunden

 

Mögliche Komplikationen sind:

- Nachblutung, selten, manchmal ist jedoch eine erneute OP erforderlich
- Kleine innere Blutergüsse, gelegentlich- Wundinfektion, Vereiterung des Hoden (Abszess), selten
- Kleine Knotenbildungen, harmlos, aber häufig.
- monatelang anhaltende oder häufig wiederkehrende Hodenbeschwerden, selten

Sollten unerwartet doch einmal Komplikationen eintreten, werden die Kosten von Ihrer Krankenversicherung übernommen.


Erfolgsquote

 

Der Eingriff führt in 99% zur erwünschten Unfruchtbarkeit. Bei 4 bis 8 von 1000 operierten Männern misslingt der Eingriff. Sie bleiben oder werden wieder zeugungsfähig. Gründe dafür sind:


- Samenleiter haben sich wieder verbunden
- Doppelter Samenleiter an einer Seite
- Samenleiter wurde nicht durchtrennt infolge einer Fehleinschätzung während des Eingriffs

"Garantieleistung"

Eine Garantie oder Gewährleistung gibt es bei operativen Eingriffen in der Medizin nicht.

Zeigt sich jedoch nach dem Eingriff, dass die gewünschte Zeugungsunfähigkeit nicht erzielt wurde oder Sie wieder zeugungsfähig geworden sind,  operiere ich Sie nochmal, ohne weitere Kosten für Sie


Kontrolluntersuchungen

 

Sie müssen zwei Samenproben in Zeitraum von 10-12 Wochen abgeben. Diese können sie zuhause gewinnen. Sie bekommen Probenbecher dafür mit. Erst wenn wir Ihnen die Sterilität bestätigen, d.h. keine Spermien mehr in der letzten Probe vorhanden sind, dürfen Sie den Geschlechtsverkehr ohne Verhütungsmittel bzw. Schutzmittel fortsetzen. Für ein sicheres Ergebnis ist manachmal eine dritte und selten auch eine vierte Probe notwendig.

 

Auswirkungen

Sie werden unfruchtbar, für immer! Das ist von Ihnen so gewollt. Mehr passiert aber auch nicht. Die männlichen Hormone, die auch im Hoden gebildet werden, bleiben unverändert. Die Potenz und Sexualität verändern sich nicht. Bei manchen Männer verbessert sie sich sogar. Vor allem hat auch Ihre Partnerin was davon. Sie muß nicht mehr Angst haben, ungewollt schwanger zu werden und kann die Sexualität auch besser genießen. Es gibt keine bleibenden negativen Auswirkungen auf den Körper und die Psyche.

 

Kosten

Die Kosten müssen Sie selber tragen. Sie werden weder von den gesetzlichen Krankassen noch von Privatversicherungen übernommen. Die Berechnung erfolgt nach der amtlichen Gebührenordnung der Ärzte.

 

Voruntersuchung, Aufklärungsgespräch, ggf. auch Untersuchung der Samenflüssigkeit auf Spermien:

77 €

 

Durchführung der Sterilisation mit drei Nachuntersuchungen, zwei Kontrollen der Samenflüssigkeit auf Spermien:

379 €

 

Terminvereinbarung

Für Ihren Termin benötigen wir von Ihnen eine verbindliche Zusage und den unterschriebenen Behandlungsvertrag mit Honorarvereinbarung. Bitte kommen Sie dazu während der Öffnungszeiten, ohne Termin, in die Praxis. Eine Online-Anmeldung oder Terminvereinbarung per mail ist leider in diesem Fall nicht möglich. 
 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Praxis für Urologie in Gifhorn ... Dr. med. Peter Hopp

Anrufen

E-Mail

Anfahrt